Was ist das Minigericht?

Das Minigericht ist ein Aufstellungsbrett, das einen Gerichtssaal im Kleinformat darstellt. Mit den dazugehörigen 32 Spielfiguren, denen Rollen zugeteilt werden, werden die Klientinnen/die Klienten auf ihren herannahenden Gerichtsprozess vorbereitet. Der Prototyp des Minigerichts wurde im Jahr 2002 im Gewaltschutzzentrum Graz entwickelt.

Unter BESTELLUNG können SIe das Minigericht in 2 Größenvarianten bei uns erwerben.

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EINSATZ des Minigerichts

Im Gewaltschutzzentrum Steiermark wird das Minigericht als Unterstützungsmöglichkeit zur Vorbereitung auf die Gerichtsverhandlung bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern eingesetzt. Die Methode des Minigerichts ist niederschwellig und die Betroffenen können den Prozess und seine Beteiligten im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen" und „durchspielen".
Durch das Minigericht werden mehrere Sinnesorgane angesprochen, wodurch die Betroffenen den Prozessverlauf besser verinnerlichen können als bei einer ausschließlich sprachlichen Erläuterung.
Auch Personen mit sprachlichen Barrieren finden durch die haptische Bearbeitung während der Vorbereitung durch das Minigericht einen Zugang, welcher das Verstehen des Gesagten fördert. Besonders bei Kindern wird die Wirksamkeit des Spielbrettes deutlich, da sie während der Gerichtsverhandlung oder bei kontradiktorischen Einvernahmen auf Wiedererkennungsmomente zurück greifen können.

Die KONTRADIKTORISCHE VERNEHMUNG

Auf dem Deckel bzw. der Rückseite des Minigerichts befindet sich zusätzlich die Abbildung des Raumes für die kontradiktorische Vernehmung, welcher ebenso mit den Figuren bespielt werden kann. So kann mit Hilfe des Aufstellungsbrettes auch diese Art der Vernehmung veranschaulicht werden.

ACHTUNG bei Bestellung:
Sollten Sie das Minigericht aus einem anderen Bundesland als der Steiermark bestellen, so fügen Sie bitte einen Grundrissplan des kontradiktorischen Vernehmungsraumes bei.