Tipps für Angehörige oder FreundInnen von Gewaltopfern
- Gehen Sie auf die Frau zu, teilen Sie ihr mit, was Sie vermuten oder beobachtet haben. Tun Sie dies aber nur, wenn Sie sie allein antreffen.
- Vermitteln Sie der Frau das Gefühl, dass Sie Verständnis für sie und ihre Situation haben, wie auch immer sie reagieren wird.
- Signalisieren Sie, dass Opfer keine Schuld an der Gewalt haben.
- Fragen Sie nach, welche Unterstützung sie haben möchte.
- Auch wenn die Frau ihr Hilfsangebot zunächst ablehnt, bieten Sie immer wieder von Neuem Zuflucht und Unterstützung an.
- Geben Sie die Adresse und Telefonnummer von Gewaltschutzzentren und Frauenhäusern weiter bzw. vermitteln und begleiten Sie die Frau zu einem Gespräch dorthin.
- Planen oder unternehmen Sie nichts, was die Betroffene nicht will. Entscheidungen müssen mit ihr gemeinsam erarbeitet werden.
- Machen Sie der Frau keine Vorwürfe, und drängen Sie sie nicht in eine Verteidigungsposition. Reden Sie nicht abwertend vom Gewalttäter.
- Respektieren Sie die Entscheidung der Frau, auch wenn Sie andere Wege gehen würden (z. B. im Zusammenhang mit einer Trennung).
- Wenn es in Ihrer Nachbarschaft zu Gewalt kommt, rufen Sie die Polizei. Diese muss einschreiten und entsprechende Maßnahmen setzen.
- Wenn Sie einen gewalttätigen Angriff mitansehen, sollten Sie sich nicht selbst in Gefahr bringen.
- Stellen Sie sich als Zeuge/Zeugin zur Verfügung, das kann für die Opfer von großer Wichtigkeit sein.
- Falls Kinder von Gewalt betroffen sind, melden Sie dies der Polizei und/oder der Jugendwohlfahrtsbehörde. Diese Meldungen sind auch anonym möglich.