Ratschläge für Opfer

Sind Sie innerhalb der Familie von Gewalt betroffen? Werden Sie geschlagen und/oder bedroht? Hier finden Sie einige Hinweise, wie Sie sich kurzfristig schützen können:

  • Rufen Sie in einer Gefahrensituation sofort die Polizei über die Notrufnummer 133. Wenn Sie keine Polizei verständigen möchten, können Sie auch in ein Frauenhaus flüchten.
  • Speichern Sie die Notrufnummer 133 in Ihr Handy bzw. das Handy Ihrer Kinder ein.
  • Kontrollieren Sie, ob der Empfang Ihres Handys in allen Räumen der Wohnung oder des Hauses funktioniert (zB auch in Bad oder WC).
  • Führen Sie notfalls Gespräche mit NachbarInnen und/oder FreundInnen Ihres Vertrauens, damit diese für Sie notfalls die Polizei verständigen.
  • Speichern Sie Drohungen auf Ihrer Mobilbox und melden Sie diese der Polizei.
  • Nehmen Sie ärztliche Hilfe in Anspruch und lassen Sie sich die Verletzungen bestätigen, suchen Sie die Opferambulanz auf, auch wenn Sie keine Anzeige erstatten wollen.
  • Machen Sie Fotos von Ihren Verletzungen oder von Sachbeschädigungen.
  • Legen Sie Gedächtnisprotokolle über Gewaltvorfälle (zB Drohungen) an.
  • Bereiten Sie für Akutsituationen einen "Notfallkoffer" mit notwendigen Dokumenten, Adressen, Medikamenten, Schlüsseln, Kleidung, Geld usw. vor.
  • Haben Sie FreundInnen/Verwandte, die einige Zeit bei Ihnen wohnen und Sie außer Haus begleiten können?
  • Besitzt der Gefährder Waffen? Diese sollten behördlich gemeldet werden, auch wenn es sich um keine Schusswaffen handelt.
  • Weitere Sicherheitsmaßnahmen in der Wohnung/im Haus: Gegensprechanlage, Sicherheitsschloss, Schlüssel immer stecken lassen!
  • Erklären Sie Ihren Kindern die Situation, damit auch diese die Wohnungstüre nicht öffnen.

Einen individuellen Sicherheitsplan können Sie im Gewaltschutzzentrum gemeinsam mit einer Mitarbeiterin erarbeiten.