Abstracts

Dr. Jens Hoffmann

Täterarbeit und therapeutische Intervention bei Stalkern. Eine kriminalpsychologische und bedrohungsanalytische Perspektive

Bei Stalking handelt es sich um die wiederholte Verfolgung, Bedrohung und Belästigung einer anderen Person gegen deren Willen. Zahlreiche internationale Studien zeigen deutlich dass Stalking ein Massenphänomen darsteltt. So berichtete beispielsweise eine Studie in der Steiermark, dass 18% der erwachsenen Frauen in ihrem Leben bereits mindestens einmal Erfahrungen mit Stalking gemacht hatten (Freidl, 2009). Für die Mehrzahl der Betroffenen bedeutet diese auch eine sehr hohe psychische Belastung, die markante körperliche, psychische und soziale Einschränkungen umfasst und etwa in 20% bis hin zu Suizidgedanken reicht.

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Dipl. Psych. Gerhard Hafner

Gerhard Hafner
Dipl. –Psych., Projektleiter
Beratung für Männer – gegen Gewalt
Tieckstraße 41
10115 Berlin

Die Mehrheit der Teilnehmer in Sozialen Trainingskursen gegen häusliche Gewalt steht in einer Erziehungsverantwortung zu Kindern; viele Täter haben eine Auflage des Jugendamtes bzw. des Familiengerichts. Wie schwer die Gewalt gegen die (Ex-)Partnerin auch die Kinder schädigt, ist den Männern kaum bewusst und muss den Teilnehmern im Verlauf des Kurses vermittelt werden. Dies geschieht unter anderem mit Hilfe eines Kurzfilms.

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Dr. Heinrich Kraus

Täterarbeit bei häuslicher Gewalt in Österreich:

Status Quo und Ausblick

Zunächst wird ein grober Überblick über die verschiedenen Institutionen  gegeben die mit Männern arbeiten, die sich gegenüber ihren Partnerinnen gewalttätig verhielten. Dabei wird aufgezeigt, dass ein umfassender Ansatz in Österreich fehlt, weil einzelne Projekte und Initiativen nach unterschiedlichen Kriterien und Standards arbeiten.

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Steffen Burger, MA

Standards und Vernetzung der Täterarbeit bei Häuslicher Gewalt in Deutschland
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt (BAG TäHG e.V.) ist ein Dachverband für Täterarbeitseinrichtungen bei Häuslicher Gewalt in Deutschland. Mit ihren aktuell 55 Mitgliedseinrichtungen stellt die BAG TäHG den größten und einflussreichsten Verband in diesem Feld dar. Die BAG TäHG ist ständiges Mitglied der „Bund-Länder-Arbeitsgruppe Häusliche Gewalt“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Obwohl bis heute keine institutionalisierte finanzielle Förderung für die BAG TäHG vorgesehen ist, ist es gelungen in den Jahren 2013 und 2014 über Projektanträge Gelder des BMFSFJ für die Professionalisierung der Arbeit der BAG TäHG zu erhalten (siehe unten).

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Mag. Armin Scheck

Gerichtliche Möglichkeiten der Täterarbeit

Wesentliche Aufgabe der Strafgerichtsbarkeit ist nach heutigem Verständnis auch die Vermeidung zukünftiger Delinquenz, sowohl des verurteilten Täters (Spezialprävention) als auch potentieller weiterer Täter (Generalprävention). Neben einer tat- und schuldbezogenen Sanktionsbemessung sollte im Strafprozess daher auch jene Unrechtsfolge gefunden werden, welche die Begehung weiterer Straftaten am effizientesten vermeidet.
Um beim Rechtsbrecher zielgerichtet eine Verhaltensänderung herbeizuführen und zugleich mit gerichtlicher Strafverfolgung verbundene Asozialisierungseffekte hintanzuhalten, bestehen verschiedene Möglichkeiten durch intervenierende Maßnahmen entweder eine Verurteilung überhaupt zu vermeiden (diversionelle Erledigung des Verfahrens) oder im Falle der Unumgänglichkeit einer solchen die verhängte Sanktion bedingt nachzusehen oder zumindest einen Strafvollzug zu substituieren.

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Drin Barbara Jauk

Fachtagung Täterarbeit – Ein Beitrag zum Opferschutz
26.11.2014, FH Joanneum Graz
Erfahrungen aus einer Opferschutzeinrichtung
Drin Barbara Jauk, Gewaltschutzzentrum Steiermark

Abstract

Das Referat gibt zunächst einen Überblick darüber, inwiefern opferschutzorientierte Täterarbeit im internationalen und nationalen Kontext auf verschiedenen Ebenen forciert wird. Dabei wird einerseits die Istanbul-Konvention des Europarats thematisiert. Auf nationaler Ebene werden der Nationale Aktionsplan zum Schutz der Frauen vor Gewalt und der von der Steiermark betriebene Antrag der Landesfrauenreferentinnenkonferenz hinsichtlich Förderung und Ausbau vernetzter opferschutzorientierter Täterarbeit vorgestellt.

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